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Es gibt kein Problem, dass wir nicht selbst lösen können.

Foto: Jana Scheiding

„Es gibt kein Problem, dass wir nicht selbst lösen können!“

Diese Aussage hörten wir vor nicht allzu langer Zeit von einer Klientin.  Vielleicht ist dies eine Antwort auf unseren letzten Artikel im Newsletter.
Es sind die Worte ihres Ehemannes auf ihre Frage, ob sie sich für ihre Eheprobleme nicht doch endlich Hilfe suchen sollten.

„Es gibt kein Problem, dass wir nicht selbst lösen können!“ erweckt den sehr positiven Eindruck die Probleme lösen zu wollen. Genau das macht ja eine starke Partnerschaft aus, die anstehenden Dinge anzupacken und zu einem für alle positiven Ergebnis zu führen.

Da wir die Klientin schon eine längere Zeit betreuen ist uns bekannt, wie fundamental die Eheprobleme tatsächlich sind. Wenn eine Frau über die Auflösung ihrer Ehe nachdenkt, sind die Dinge schon viel zu lange nicht mehr in Ordnung. Harmonie, Liebe, Geborgenheit und das absolut wichtige Vertrauen sind längst Worte geworden, die nur noch in der Erinnerung oder im Traum einer neuen Partnerschaft eine Bedeutung haben.

„Es gibt kein Problem, dass wir nicht selbst lösen können!“ ist auch ein Satz, der häufig mit den Worten: „Wenn du nicht ständig so ein Theater machen würdest und endlich mal vernünftig wärest, hätten wir überhaupt keine Probleme.“ verbunden ist. Oder: „Du bist es, die ständig Probleme macht. Hör einfach auf damit und alles ist in bester Ordnung.“

Allerdings geschieht in dieser Situation, die ich als symptomatisch für – zu viele – Ehen und Partnerschaften bezeichnen möchte, leider gar nichts.
Es gibt weder ein ernsthaftes Bemühen die anstehenden Probleme überhaupt konstruktiv anzusprechen und schon gar nicht sie lösen zu wollen.

„Es gibt kein Problem, dass wir nicht selbst lösen können!“ wird damit zu einem brutalen Totschlagsargument. Der Partnerin, meistens sind es in solchem Fall die Frauen, wird jegliche Möglichkeit genommen eine Veränderung zum Positiven zu erreichen.

Grundsätzlich: Wenn man sein Problem allein lösen könnte, dann hätte man es erst gar nicht mehr!

Es ist leider ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, - jedes - partnerschaftliche Problem selbst lösen zu können. Die alltäglichen Herausforderungen sind so komplex miteinander verstrickt, dass die ernsthaften Probleme oftmals nicht mehr genug Raum finden um wirklich konstruktiv gelöst werden zu können. Außerdem, warum sollte man ein Problem mit sich herumschleppen wenn man es selbst lösen könnte? Das trifft auch für all jene zu die zwar in der Lage dazu wären, es aber trotzdem nicht tun.

Wie könnte eine Lösung aussehen?

Natürlich sind immer die speziellen Bedingungen entscheidend welcher Weg der wahrscheinlich Beste wäre. Aber, es gibt – immer – Möglichkeiten eine Besserung zu versuchen.

Wenn Freunde oder Eltern nicht mehr helfen können ist es höchste Zeit, sich professionelle Hilfe zu suchen. Es gibt zahlreiche kostenlose Beratungsstellen, die seit vielen Jahren erfolgreich Unterstützung gewähren. Zu bedenken ist auch, dass Eltern oder Freunde nur ein bestimmtes Maß an Last mittragen können, denn jeder hat ja auch noch seine eigenen Dinge zu erledigen.

Wer sich allerdings entschließt grundlegende Veränderungen zu erreichen, braucht grundlegende Schritte um nicht wieder in die alten Muster zurückzufallen. Das erfordert Zeit, mitunter eine Menge Zeit. Und es erfordert auch besondere Herangehensweisen an die Themen, die zu den Ursachen der Probleme geführt haben, in denen man sich jetzt nicht mehr wohl fühlt.

Wie hartnäckig und bedrohlich die augenblickliche Situation auch immer aussehen mag, wir haben immer und immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es gute Lösungen gibt.

Eine wichtige Empfehlung möchten wir euch noch geben:

Wenn euer Partner oder eure Partnerin nicht bereit sind, die anstehenden Probleme mit euch gemeinsam zu lösen, dann macht es allein!
Geht euren Weg und wartet nicht bis ans Ende der Tage, denn es wird sich nichts ändern, denn sonst wäre es längst geschehen. Eine sehr schmerzhafte Erfahrung aus meinem Leben!

Die eigene Lebenszeit sollte zum wertvollsten Kapital gehören, das man besitzt
Doch es wird mit jeder Sekunde, jedem Tag und jedem Jahr weniger und wird nie zurückkommen.

Gibt es einen einzigen vernünftigen Grund auch nur eine Sekunde länger zu warten?

(geschrieben Wolfram Treydte 2015)

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