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Das herbstliche Wunder der Wandlung

Foto: Jana Scheiding

Ich sitze auf einer Bank unter der dicken Linde, um die letzten wärmenden Strahlen der Herbstsonne zu genießen. Auch wenn ich mich schon recht gut angezogen habe, dringt doch die feuchte Kälte unausweichlich unter meine Kleidung. Direkt auf die nackte Haut, um diese mit einem Schauer zu überziehen. Ein Bisschen Hin und Her Geruckel bringt nicht wirklich eine Verbesserung. Ich muss mich entscheiden: entweder hier sitzen zu bleiben, und zu frieren, oder schnell das Weite in der warmen Wohnung zu suchen. Da die Sonne ohnehin am Untergehen ist, entscheide ich mich für letzteres. 

Was ist eigentlich so besonders, am Herbst? Gut, dass einem die zunehmende Dunkelheit zu schaffen macht,dürfte ja normal sein. Aber genau genommen, gibt es keine andere Jahreszeit, die in uns so widersprüchliche Gefühle auslöst, wie der Herbst. Einerseits treibt er den Trübsinn ins Gemüt. Andererseits strahlt er mit seiner unvergleichlichen Farbenvielfalt solche Lebensfreude aus, die mit dem eigentlichen Prozess des natürlichen Sterbens der Pflanzen überhaupt nicht in Einklang zu bringen ist. 

Will die Natur uns vielleicht sagen, dass unsere Körper zwar nicht unsterblich sind, wir aber dennoch wenigstens nicht traurig sterben sollten? Warum sonst, treibt sie solch einen unbegreiflichen Aufwand? Erst lässt sie alle Blätter in den schönsten Farben erstrahlen, damit sie kurze Zeit später schmutzig braun zu Boden fallen und wieder zu Erde werden. Will uns dieses Wunder der Natur, welches das Sterben mit der Schönheit in solch unbegreiflicher Faszination miteinander verbindet womöglich erzählen, wie wichtig es wäre, den Augenblick zu sehen, in sich aufzunehmen, zu genießen, um wirklich zu leben?

Wenn ich es mir recht überlege, leben wir ja so, als ob wir unsterblich wären und wundern uns dann, wenn es plötzlich doch nicht so ist. Unsere Kultur hat keine Kultur des Sterbens entwickelt. Alles dreht sich nur um das Nicht-Sterben-Wollen, obwohl jeder Mensch weiß, wie absurd dies ist!
Wäre es nicht besser, wenn es um das bewusste Leben ginge? Damit meine ich nicht, alles in einer bis zur völligen Sinnlosigkeit aufgepeitschten Spaßgesellschaft mitgemacht zu haben, was gerade „angesagt“ ist. Ich meine, sich seiner wirklichen Fähigkeiten entsprechend zu entfalten, um all das zur Blüte zu bringen, was an Gutem in einem steckt.

Doch da gibt es ein alt bekanntes Problem, ein Hindernis, eine schlichte Katastrophe:
Die Meinung der Anderen!, die ja viel besser wissen, was für mich richtig und gut ist, was ich brauche, tun oder lassen sollte. 

Zum Glück gibt es dagegen ein überaus wirksames, schlichtweg unschlagbares Heilmittel, welches allen Besserwissern, die letztlich nur ihre eigenen Ziele und Interessen verfolgen, hundertprozentig den Wind aus den Segeln nehmen kann:
Den Weg des Herbstes, den Weg zu sich selbst. Den Weg, wie die bunten Blätter, die eigenen Potentiale aufzuspüren, sein Selbstwertgefühl so zu stärken, dass ein Sturm es nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringen kann. Und wie der Frühling die Garantie des neuen Lebens ist, ist der Weg zu sich selbst die Garantie für ein freieres, fröhlicheres, erfolgreicheres, gesünderes, glücklicheres Leben.

Ich finde, das lohnt sich.


Zum Vertiefen dieses Themas finden dazu Kurse statt.

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Text: Wolfram Treydte Oktober 2016


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